Energie-Tagebuch: So findest du heraus, was dich wirklich Kraft kostet

Du bist müde, aber du weißt nicht, warum. Der Tag war nicht besonders anstrengend, und trotzdem fühlst du dich abends leer. Wenn du dann nach Gründen suchst, fällt dir alles und nichts ein: zu wenig Schlaf, zu viel Stress, das Wetter, der Kaffee.

Es gab eine Phase in meinem Leben, in der es mir genauso ging. Ich habe an einer Menge Stellschrauben gedreht, aber nichts hat so richtig geholfen, weil ich gar nicht wusste, wo meine Energie eigentlich hinfließt.

Warum Raten nicht funktioniert

Unser Gedächtnis ist beim Thema Energie unzuverlässig. Wir erinnern uns an das Dramatische, aber nicht an die vielen kleinen Dinge, die sich über den Tag summieren: das ständige Handy, das zweite Stück Kuchen am Nachmittag, das Gespräch, das du eigentlich nicht führen wolltest.

Ein Energie-Tagebuch macht das sichtbar. Du beobachtest dich eine Woche lang, ohne etwas zu verändern. Genau das ist der Punkt: erst beobachten, dann entscheiden.

So führst du dein Energie-Tagebuch

Du brauchst dafür nur fünf Minuten am Abend und ein Blatt Papier oder eine Notiz-App.

1. Dein Energielevel: Gib dir für morgens, mittags und abends je eine Zahl von 1 bis 10.

2. Die Energiegeber: Was hat dir heute gutgetan? Ein Spaziergang, ein Telefonat, Ruhe, ein gutes Essen?

3. Die Energieräuber: Was hat dich ausgelaugt? Notiere es kurz und ohne zu urteilen.

4. Schlaf und Essen: Wie hast du geschlafen und was hast du ungefähr gegessen? Nur Stichworte.

Nach sieben Tagen schaust du dir alles an. Meistens zeigen sich Muster, zum Beispiel ein Tief an bestimmten Tagen, nach bestimmten Terminen oder nach bestimmtem Essen. Diese Muster sind dein Ausgangspunkt.

Warum viele nach drei Tagen aufhören

Ehrlich gesagt: Ich habe auch schon Tagebücher angefangen und nach kurzer Zeit liegen lassen. Meist, weil die Vorlage zu kompliziert war oder ich nicht wusste, was ich mit den Notizen anfangen soll.

Deshalb habe ich den 5-Tage-Energie-Reset gemacht. Das ist ein PDF-Workbook mit einem Start-Check, einem kleinen, machbaren Schritt pro Tag und einem 7-Tage-Plan für danach. Es gibt auch eine ausfüllbare Version mit Textfeldern und Kästchen zum Abhaken, sodass du direkt am Handy oder Rechner mitmachen kannst. Der Gedanke dahinter ist: beobachten statt optimieren.

5-Tage-Energie-Reset ansehen →

Wenn du dir erst einmal einen Überblick verschaffen möchtest, lies auch meinen Artikel „Energieräuber im Alltag erkennen“. Dort findest du typische Dinge, die im Alltag Kraft kosten.